Basisprinzip 2: Das Kreisprinzip

Drei geschwungene Pfeile, die miteinander einen Kreis bilden

Die Soziokratische Struktur stellt eine klare Ordnung von über- und untergeordneten Prozessen her, die in Kreisen auf verschiedenen Ebenen organisiert werden. Kreise sind dabei als Organisationseinheiten zu verstehen.

Jeder Kreis ist eine semi-autonome Einheit, die ihren Auftrag und Entscheidungsrahmen mit dem nächsthöheren Kreis abstimmt. Innerhalb des festgelegten Rahmens ist jeder Kreis selbstständig dafür verantwortlich, sein Ziel zu erreichen.

Der übergeordnete Kreis greift nur dann ein, wenn die Zielerreichung gefährdet ist, was durch regelmäßige Berichte in den Meetings und Transparenz bei Protokollen und Logbuch erkennbar wird. Durch den laufenden Kreisprozess von leiten – ausführen – messen werden Prozesse zur Zielerreichung im Kreis beschlossen und umgesetzt. Auftretende Schwierigkeiten werden wieder in den Kreis eingebracht und die Prozesse dementsprechend angepasst.

Ausführungsthemen werden inhaltlich nicht in der Kreisversammlung behandelt sondern an Personen oder Teams delegiert. Jeder Kreis ist für das Bilden seiner geeigneten Unterstruktur verantwortlich (Subsidiaritätsprinzip).

Wirkung des Kreisprinzips

Die Kreisstruktur ermöglicht Unternehmen, Verantwortung besser zu verteilen. Entscheidungen werden dort getroffen werden, wo es am Sinnvollsten ist. Dadurch entstehen Freiräume für Selbstorganisation. Die Mitverantwortung steigt durch die Möglichkeit der Mitgestaltung und gemeinsame Steuerung im Kreis und zwischen den Ebenen beginnt zu wirken. Durch diese Strukturierung entsteht ein flexibles Gleichgewicht im Unternehmen.

Delegierte bringen Informationen und Bedürfnisse von KundInnen und MitarbeiterInnen in die Entscheidungen ein. Durch dieses laufende Feedback ist das Unternehmen viel stärker nach innen und außen verbunden, Krisen sind frühzeitig erkennbar und die Resilienz steigt.


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