Markus Spitzer

Markus SpitzerMarkus Spitzer
Die Soziokratie lehrte mich: Kontrolle ist eine Illusion

Markus Spitzer ist seit 2013 Organisations­berater, Prozess­begleiter und Coach. Er arbeitet mit nachhaltig orientierten, sozialen Unternehmen und in alternativen Nachhaltigkeits­projekten wie Gemeinschafts­wohnprojekten. Beim Aufbau seines eigenen Wohnprojektes fand er mit der soziokratischen Entscheidungs­kultur eine langgesuchte Arbeitsweise, die ihn ankommen ließ an einem Ort des Miteinander Schaffens.


Mein Why

Ob in der Familie, ob in der Schule – auf meinem Lebensweg ging es um Leistung anstatt um Entwicklung. Diese tiefe Prägung wurde durch den Universitäts- und Wissenschaftsbetrieb noch vertieft, selbst wenn ich zu Themen der Nachhaltigkeit forschte. Ein leistungsorientiertes Umfeld war für mich in Ordnung, doch gleichzeitig merkte ich mehr und mehr, dass ein anderer, kreativer und lebendiger Teil in mir verkümmerte.

„Tun was ich wirklich, wirklich möchte“, schrieb Frithjof Bergmann und wenn ich diesen Satz ausspreche regt sich genau dieser verkümmerte Teil in mir und kämpft sich an die Oberfläche meineses Bewusstseins. Ohne wirklichen Glauben daran, dass dies iin unserer Arbeitswelt möglich sein könntet, begab ich mich doch Stück für Stück auf diesen Weg. Ich traf John Croft, der mir das Vertrauen gab, dass genau das unsere Bestimmung in der Welt war. Ich pendelte zwischen faszinierendenSeminaren und der frustrierenden Wirklichkeit, die mich auf den Boden einer scheinbaren Realität holte, die viele mit dem schönen Wort Sachzwang beschreiben.

So lernte ich, dass Neues nicht einfach entsteht und sich in linearer Form verwirklicht, sondern ständigen Prüfungen ausgesetzt ist, die es erst formen, herausschälen, zum Strahlen bringen.

Ich begegnete Menschen, die sich ebenfalls auf die Suche gemacht hatten und begann Projekte wie das Wohnprojekt Wien.Ich lernte die Soziokratie kennen, die es ermöglichte, solch komplexe Projekte effektiv zu steuern und baute auf vielen Ebenen Wissen und Erfahrung auf. Mehr und mehr näherte sich mein Arbeitsleben dem an, was ich wirklich, wirklich machen wollte und heute weiß ich, dass dieses Annähern eine lebenslange Dynamik und Entwicklung sein wird, die mein Leben prägt und wertvoll erscheinen lässt.

So kam es dazu, dass ich das Soziokratie Zentrum Österreich mit aufbaute und seit 2017 “imKonsent – die Soziokratieberatung”. Beides Orte die mich inspirieren und ein Team formen, das mein Wirken unterstützt und wertschätzend prüft. Dadurch steigen die Qualität meiner Arbeit und das Vertrauen in mich selbst – die Grundlagen für Beratung in einem so komplexen Umfeld wie dem der Selbstführung, Agilität und new work.


Buchstabe k aus dem Logo von imKonsent